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Perfektionismus überwinden: Wie du in 5 Schritten mehr Freiheit gewinnst

Perfektionismus effektiv und schnell überwinden in 5 Schritten
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Perfektionismus kann deinem persönlichen Wachstum und deiner Weiterentwicklung im Wege stehen. In diesem Artikel lernst du, wie du deinen Perfektionismus in 5 einfachen Schritten ablegen kannst.

Bedrohlich blinkt der Strich auf meinem weißen Dokument. Ich höre, wie die gemeinste Version von mir selbst mir zuflüstert: „Das wird nie was, lass es einfach bleiben! Am Ende ist der Artikel totaler Murks.“ Kurze Zeit zögere ich und kriege feuchte Hände beim Gedanken daran, mich zu blamieren.

Doch dann schreibe ich einfach weiter, Wort um Wort, Satz um Satz. Mein Perfektionismus wird mich nicht kriegen, diesmal nicht! Ich kenne die Stimme schon so lange, du auch? Spornt sie dich an oder zieht sie dich herunter? Wenn sie dir immer und immer wieder erzählt, dass du nur perfekte Leistungen abliefern darfst, dann ist dieser Artikel genau das Richtige für dich!

Wenn du so oft deine Wünsche links liegen lässt, weil du Angst hast, nicht perfekt genug zu sein, dann sind die folgenden 5 Schritte deine Meilensteine zu mehr Gelassenheit.

Gesunder Perfektionismus kann dir Antrieb verschaffen – ungesunder bremst dich aus


Einen kleinen Perfektionisten haben wir alle auf der Schulter sitzen und das ist auch gut so: Er kann uns anspornen, unsere Sache in jedem Bereich immer besser zu machen und aus Fehlern zu lernen. 

Denn wenn du eine gesunde Portion Perfektionismus besitzt, dann sind Fehler für dich nichts Schlimmes, sondern einfach eine Notwendigkeit, um noch besser zu werden. Falls dein perfektionistischer Zwerg in deinem Ohr jedoch ungesunde Züge annimmt, dann ist nicht mehr die eigene Weiterentwicklung und der Weg dorthin im Vordergrund.

Wenn du den ungesunden Perfektionismus dein Eigen nennst, dann legt er dir die Messlatte deiner Leistung immer ganz nach oben, ganz gleich, ob das Ziel für dich überhaupt realistisch ist. Das wäre in etwa so, als wenn ich mich als absolut ungeübte und unprofessionelle Sängerin in einem Chor anheuern wollte und direkt beim Einstieg von mir erwarten würde, dass ich mit einem Solo den ganzen Saal verzaubere und anschließend Standing Ovations bekomme.

Du hast mich noch nicht singen gehört, aber glaub mir: Das ist unrealistisch! Und weil ich das selbst auch wüsste und meinen eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden könnte, würde ich erst gar nicht anfangen zu singen.

Eine Portion gesunder Perfektionismus würde hingegen bedeuten, dass ich in demselben Chor anfangen würde, um meine Gesangskünste zu verbessern und mir selbst eingestehe, dass ich auch auf dem Weg zu einer schöneren Singstimme, deinen einen oder anderen Ton versemmel. Trotzdem darf am Ende vielleicht ein Solo stehen, als mein angestrebtes Ziel. 

Schließlich will ich das Ziel aber für mich erreichen und mich selbst weiter entwickeln und nicht in erster Linie, um Andere zu beeindrucken. Wenn du dich und deinen kleinen perfektionistischen Souffleur auf deiner Schulter wieder erkennst, dann freu dich über die Erkenntnis.

Jetzt, da du weißt, warum du so oft vor neuen Herausforderungen zurückschreckst und immer auf der Jagd nach Bestätigung bist, kannst du mit ein paar wichtigen Schritten deinem Perfektionismus den Garaus machen und einen Meilenstein in deiner persönlichen Entwicklung machen.

In 5 Schritten den Perfektionismus endlich überwinden

Schritt 1: Nimm deine Blockaden wahr!

Dein Perfektionismus ist ein Teil deiner inneren Stimme und zeigt dir auf, wo alte Verletzungen sind. Freu dich das nächste Mal einfach, wenn er wieder anklopft. Mach ihm die Tür auf, schau ihn dir an und sag freundlich Danke. Wie sieht er aus und wo kommt er her? 

Überleg dir genau, welchen Nutzen dein Perfektionismus haben kann und vor welchen Verletzungen und Ängsten er dich eigentlich beschützen will, wenn er dich so handlungsunfähig macht. 

Vielleicht liegt dahinter die Angst, dich zu blamieren, oder eine ganz existenzielle Angst, wie die vor einem Jobverlust. Aus welchem Grund will dich wohl deine innere Stimme vor neuen Erfahrungen schützen?

Schritt 2: Wer willst du sein?

Im zweiten Schritt überlegst du dir genau, WER du sein willst und WIE du sein willst. In meinem Beispiel ist es so, dass ich eigentlich nicht wirklich eine begnadete Sängerin sein möchte. Ich will nicht auf den Bühnen dieser Welt stehen und tausende Menschen mit meinem Gesang verzaubern. Nein, nicht wirklich! 

Mir würde es aber vielleicht großen Spaß machen, mit einer Gruppe anderer Frauen bewegende Lieder zu singen, eine tolle Zeit zu haben und lernen zu können, wie ich meine Stimme ein bisschen besser einsetzen kann.

Vielleicht hast du viele Wünsche, die du in dir trägst, von anderen übernommen oder du denkst, dass andere dich so haben wollen. Überleg dir einfach mal ganz losgelöst von anderen Menschen, wie DU sein willst. Einzig und allein für dich. Was würdest du dann tun, was wären deine Ziele? Lass die Erwartungen anderer Menschen los. 

Schritt 3: Trau dich was!

Wenn du nun weißt, was DU wirklich willst, dann mach den ersten Schritt.

Überleg dir, welchen kleinen Baustein du als Erstes brauchst, um dein großes Ziel zu verwirklichen.

Fang an, die Dinge zu tun anstatt sie dir von dem perfektionistischen Zwerg auf deiner Schulter sabotieren zu lassen. Dieser kleine Übeltäter kann nämlich wunderbar dafür sorgen, dass du immer schön in deiner Komfortzone bleibst, weil du alles andere eben einfach nicht perfekt machen würdest.

Am Ende hast du dann immer nur die gleichen Erfahrungen gemacht und nichts Neues gewagt – irgendwie langweilig, oder? Diese Einstellung kann langfristig für eine ziemlich große Unzufriedenheit führen – und steht somit deinem glücklichen Leben im Weg.

Trau dich was und mach neue Erfahrungen. Du wirst auch mal Fehler machen und natürlich wirst du nicht alles perfekt machen, wo wir auch schon bei dem nächsten Schritt wären:

Schritt 4: Mach Fehler, ganz bewusst!

Wie, ich soll Fehler machen? Aber klar! 

Wenn du tierische Angst davor hast, zu versagen oder eben nicht perfekt zu sein, dann übe mal im Kleinen, wie es ist, Fehler zu machen. Wie fühlt es sich denn so an, wenn du deine Hemden mal nicht perfekt bügelst oder deine Nägel eben mal nicht perfekt lackiert sind? 

Was passiert denn Schlimmes, wenn du nicht das perfekte 3-Gänge-Menü zauberst oder immer akkurat pünktlich bist? 

Riskier mal den Blick über den Tellerrand und übe dich darin, auch mal etwas unperfekt zu sein: Komm mal ganz bewusst ein paar Minuten zu spät zu einer Verabredung oder bestell einfach mal eine Pizza anstatt zu kochen. Geh ruhig mal etwas unperfekt aus dem Haus oder lass einfach mal Fünfe grade sein.

Bleib dabei höflich und respektvoll deinen Mitmenschen gegenüber. Den Perfektionismus abzulegen bedeutet ja nicht gleich, dass du zum Rüpel werden sollst.

Du wirst sehen, dass einfach rein gar nichts Schlimmes passiert, wenn du ein paar Fehler machst.

Du bist okay und liebenswert, auch wenn du nicht perfekt bist!

Wer wachsen will, muss Fehler akzeptieren. Sie gehören dazu, wenn neue Fähigkeiten erlernt werden. Eigentlich wissen wir das auch alle, denn als kleine Kinder haben wir ja auch nicht aufgehört laufen zu lernen, nur weil wir das 1. bis 100. Mal auf dem Po gelandet sind. Wir haben es weiter probiert, aus unseren Fehlern gelernt und haben es irgendwann gepackt. Und jetzt laufen wir ganz selbstverständlich und perfekt.

Neue Fähigkeiten erlernst du nur, wenn du die Bereitschaft besitzt, auch Fehler zu machen und über dich hinaus zu wachsen.

Schritt 5: Feier dich selbst!

Jetzt hast du den Schritt gewagt und bist rausgegangen aus deiner Komfortzone! Du hast Fehler gemacht und aus ihnen gelernt, du hast dem kleinen oder großen Perfektionisten in dir den Kampf angesagt und weißt, wohin dich dein Weg tragen soll. 

Feier dich selbst für jeden kleinen Teilerfolg, den du auf deinem Weg verbuchen kannst. Wenn dir das hilft, kannst du auch ein Erfolgstagebuch schreiben, in dem du täglich deine kleinen und großen Erfolge vermerkst, um dir selbst vor Augen zu halten, was schon so richtig toll klappt und was du für dich erreicht hast.

Feier dich auch für deine Fehler und für die innere Bereitschaft, Fehler machen zu wollen. Weil du weißt, dass du nur so lernen und dich weiterentwickeln kannst.

In welchem Bereich schaffst du es noch nicht, deinen Perfektionismus zu überwinden?

Ich hoffe, meine 5 Schritte haben dir geholfen, den Perfektionismus in deinem Inneren in gesunde Bahnen zu lenken. Wo zieht dein Perfektionismus dich noch herunter und wo hast du ihn schon gut im Griff? 

Welche kleinen und großen Erfolge konntest du erzielen, weil du dich aus deiner Komfortzone getraut hast? 

Erzähl es mir sehr gern in den Kommentaren. Ich freue mich darauf, von dir zu lesen. 

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn doch auch gern mit deinen Freunden (auch wenn er nicht perfekt ist ;-)). Ich danke dir von Herzen, deine

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